von Jette Jordbaer, veröffentlicht: Sonntag, 10. Mai 2026, 23:19 Uhr
Knoblauch-Orgie
Ich weiß: Unrühmliche erste Worte für meinen primären Post in diesem schon vor zehn Tagen begonnenen Wonne-Monat, wo schon die nach Zitrone duftenden gelben Rosen am Grundstücksabhang blühen. Ich meine, wer schreibt denn so direkt und unverblümt über Knoblauch, wenn er sich mehrere Wochen nicht zu Wort gemeldet hat? Wer tut denn so was? Und das auch noch am Muttertag! OMG!
Es ist einfach und geradezu hirnrissig. Aber weißt du, ich schreibe jetzt gerade über Knoblauch, weil ich mir zum späten Abendbrot gerade eben Knoblauchbutter gemacht habe. Und wie habe ich das gemacht? Ich habe einfach Margarine genommen, eine Knoblauchzehe in Scheiben geschnitten und Salz und Pfeffer drübergestreut und mit einer Gabel drauflosgeknetet. Einfach so.
Und mir dazu ein Brötchen geröstet und dieses Brötchen zu Baguettescheiben geschnitten. Und diese Baguettescheiben mit einer Gabel mit dieser eben jener Knoblauchbutter bestrichen.
Gut, dass ich Morgen nicht arbeiten muss. Aber ich kann dir sagen, meine Kollegin nimmt da gar keine Rücksicht. Hin und wieder stinkt sie nach Knoblauch, aber ganz ungeniert. Und sie spricht mit mir! Ein Skandal. Es wäre also durchaus ein Akt der Revanche, wenn ich sie Morgen mit Knoblauchduft einbalsamieren würde. Nur: Wie gesagt, Morgen habe ich ja keine Chance dazu.
Aber na ja, als ob dich das alles interessieren würde... Warum schreibe ich das überhaupt? Ist doch völlig irrelevant. Ich sollte etwas Relevantes schreiben...
Etwas Relevantes
Das Wort relevant kommt übrigens aus dem Lateinischen (relevare) und bedeutet - laut google KI - "in die Höhe (er)heben". Und weiterhin heißt es, es kommt von "relevantes articuli", was so viel bedeutet wie "beweiskräftiges Material in einem Rechtsstreit." Das soll wohl aus dem Mittelalter stammen. So, so, jaja.
Also, etwas Bedeutsames, Wichtiges soll sie hier schreiben, das in einem Rechtsstreit zu Hilfe gezogen werden könnte, ja? Also, tut ihr furchtbar leid, aber da muss sie leider passen. Sie kann dir nur kurz erzählen oder pflichtschuldigst beichten, was sie - statt hier Posts noch und nöcher rauszuhauen - Irrelevantes über Wochen und Wochen getan hat.
Notizen
Also, ich habe an meinem neuen Hörbuch geschrieben (nicht am Computer sondern in mein DIN-A-5 Notizbuch, das ich immer mit mir führe, also unterwegs, also auch in der U-Bahn oder im Zug) und habe mir Notizen meiner Ideen gemacht, also hauptsächlich absurde Dialoge geschrieben.
Und wie immer weiß ich nicht so genau, ob dieses Hörbuch je das Licht der Welt erblicken wird, aber vielleicht hat es gute Chancen. Weil es lustig - oder vielmehr gesagt - absurd ist. Weil die Dialoge mich zum Schmunzeln oder zum Lachen oder zum Leise-Kichern bringen. Ja, mich allein.
Wenn ein anderer Mensch die Dialoge hören würde, würde er vielleicht nicht mal einen Mundwinkel verziehen sondern nur mit einer Schulter oder dem Rücken zucken, müde lächeln und sagen: Was war denn da jetzt lustig dran? Hab ich überhaupt nicht verstanden. Was soll das überhaupt? Ist doch totaler Stuss, ist doch totaler Blödsinn. Wer soll denn über so was lachen können?
Tja, da muss ich sagen: Weiß ich auch nich´.
Der Arbeistitel meines neuen Hörbuches - das so gar keinen Sinn macht und doch einen roten Faden haben wird - ist auf jeden Fall "Lord Eerie". So viel weiß ich schon einmal.
1.000 Wörter
Nun ja, was habe ich noch gemacht in den tausenden von Wochen zwischen April und Mai, wo sich unsere Erdkugel wohl mehrmals um sich selbst gedreht und die Sonne den Mond mit Licht versorgt hat?
Ich habe zwei Bücher gelesen. Eines, das von einer Frau geschrieben wurde, die in einem Krematorium arbeitet und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mitteilen wollte. Und das zweite Buch, was ich noch nicht ganz beendet habe, handelt von der Schriftstellerei und von einem Zusammenschluss von Schriftstellern, die es sich zur Aufgabe oder Challenge gemacht haben, 1.000 Wörter - jetzt halt dich fest - 1.000 Wörter pro Tag zu Papier zu bringen.
Also, ich kann dir sagen, dass ich - wenn deine Augen jetzt diesen Satz zu Ende lesen - wohl bereits an die 1.000 Wörter zusammengeschrieben haben werde. Ich habe es gerade mit der Funktion des Ansichtsreiters nachgeprüft. Hätte ich nicht gedacht, dass ich das heute schaffen würde, aber es war wirklich gar net so schwer.
Es ist wirklich nicht schwer, 1.000 Wörter an einem Tag zu schreiben, doch ist es schwer, sich aufzuraffen und // jeden Tag // (oink! oink!) 1.000 Wörter zu Papier zu bringen, auch, wenn man müde oder uninspiriert ist. Das - lieber Leser - hat etwas mit Disziplin zu tun - und darum ging es in der Challenge der Schriftsteller-Superheroe-Clique.
Verabschiedüng
Und mit diesen erhebend-relevanten Worten kommen wir mal wieder zur Verabschiedüng. Ich wünsche dir hier und an dieser Stelle mal wieder - wie du es vielleicht schon gewohnt bist - einen guten Morgen, einen herrlichen Mittag oder Nachmittag, einen wunderschönen Abend oder eine entspannte Nacht, wann immer du diesen kleinen Blogpost gerade konsumiert hast :)
Aber wie viele Wörter sind`s denn nun? Also, wenn ich meinem Programm und der Ansichtsfunktion und Datei-Info trauen kann, sollen es wohl an die 1.337 Wörter in diesem Dokument sein. Aber wer weiß, was der Zähler da noch so alles mitzählt? Ich habe die Wörter in diesem Post nicht nachgerechnet. Aber vielleicht hast du ja Lust dazu und willst es überprüfen? :)
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